Powerwolf & Epica am 31. Januar im Mehr! Theater

Und Attila sprach…

In einer gar märchenhaft anmutenden Kombo wurde das Mehr! Theater Ende Januar von Powerwolf und Epica geentert. Die schöne Simone Simons und ihre liveerprobten Mannen ebneten den Wölfen in der Hansestadt die Bühne, bevor diese – wie immer stilecht geschminkt und in schwarzer Gewandung – ihre nächste Hamburger Metalmesse nach dem Elbriot 2016 abhalten konnten. Und die war – mal wieder muss man an dieser Stelle schon sagen – ein voller Erfolg.

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Hamburg-Konzerte im Januar 2017

Die Konzert-Top-10 im Januar

Neues Jahr, neues Glück – auch im Konzertbereich. Wer von euch sich ein paar gute Vorsätze für 2017 auferlegt hat, etwa die Locations der Hansestadt noch akribischer abzugrasen oder auch mal bei Bands reinzuhören, die er oder sie noch nicht auf dem Radar hatte, kann sich auf ein paar schöne Gigs einstellen. Denn die Elphilharmonie ist nicht die einzige Konzertstätte, die Hamburgern und Hansestadt-Besuchern im ersten Monat des Jahres die Pforten öffnet.

Luke Elliot am 15.01. in der Prinzenbar

18,00 EUR

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©Jørn Veberg

Für Kurzentschlossene steht am 15.1. Singer-Songwriter Luke Elliot auf der Bühne der Prinzenbar. Der 31-Jährige stammt aus New Jersey und begann seine Karriere mit dem Release seiner ersten EP Death of a Widow 2010. Als kreatives Schaffensfeld wählte er Norwegen, wo die Singleauskopplung seines 2016er Albums Dresses for the Occasion in den Top 10 landete.
In seiner Musik mischt er seine raue, dunkle Stimme mit dominanten Klavier- oder Gitarrenklängen und einer beinahe orchestralen Folk-Kulisse. Nicht zu depressiv, aber durchaus melancholisch und vor allem ohne die Hast, die vielen heutigen Produktionen zugrunde liegt.

Während einige Shows in Elliots Wahlheimat Norwegen bereits ausverkauft sind, habt ihr in Hamburg noch gute Chancen auf ein lockeres Clubkonzert. Vielleicht sogar mit einem kleinen Aha-Effekt: Luke Elliot ist hierzulande noch recht unbekannt, wird von Kritikern aber sogar mit Größen wie Leonard Cohen verglichen. Wer weiß, wo diese Reise noch hingeht.

Insomnium am 20.1. im Gruenspan

28, 75 EUR

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Was Norwegen für Singer-Songwriter ist, ist Finnland in vielen Fällen für die Metalheads unter uns. So gesellt sich auch die nächste Gruppe aus den nordischen Landen in diese Aufstellung.
Was die vier Finnen praktizieren, hat seine Ursprünge in der Hochzeit des skandinavischen Melodic Death Metal, der auch als Göteborger Schule bekannt ist. Dabei kombinieren sie harte Growls mit überraschend klaren Melodien und Songtexten aus verschiedensten Ecken der Weltliteratur. Ihr letztes Album Winter’s Gate setzte sich sogar an die Chartspitze ihres Heimatlandes – und das obwohl oder gerade weil das Album eine vierzigminütige Geschichte über Wikinger auf Goldsuche erzählt. Immer wieder werden Elemente heimischer Musik eingewoben und sorgen zwischendurch sogar für ein bisschen Soundtrack-Feeling.

Mit dem Riesensong ist im Gruenspan sicher nicht in voller Länge zu rechnen – mit wunderbarem skandinavischem Melodic Death Metal aber auf jeden Fall.

Best of John Williams am 24.01. in der Barclaycard Arena

ab 78,90 EUR

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Ein wenig aus der Reihe tanzt eine Konzertveranstaltung, bei der der Schöpfer der schönen Klänge nicht selbst vor Ort sein wird. Es handelt sich hierbei um ein Best-Of-Konzert zu den Werken des mehrfach prämierten Komponisten John Williams.
Der fast 84-Jährige kann auf eine bewundernswert lange Liste auf Kreationen zurückschauen, auf die unter anderem die Soundtracks zu Star Wars, Harry Potter oder Jurassic Park gehören. Seine Werke brachten ihm bereits fünf Oscars und zwölf Grammys ein.

Illuminiert durch eine große Licht- und LED-Show und interpretiert von einem 70-köpfigen Orchester unter der Leitung des italienischen Dirigenten Claudio Vandelli wird epischen Filmmomenten eine neue Bühne geboten. Eine Hommage an einen der größten Filmkomponisten unserer Zeit.

De Staat am 26.01. im Molotow

17,20 EUR

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©Sonicbirds, LLC

Energiegeladen und nah am Publikum. Wer die Shows von der niederländischen Band De Staat kennt, weiß, dass nicht nur die Musiker dabei ins Schwitzen kommen. Angeführt vom kreativen Kopf und Sänger Torre Florim brachten die fünf im Januar 2016 ihr aktuelles Studioalbum O heraus, mit dem sie dann auch direkt Muse supporteten, unter anderem bei deren Gig in München.

Auch wenn der große Durchbruch in Deutschland (noch) auf sich warten lässt, ist diese Band mit ihrem abwechslungsreichen und teils sogar leicht verrückt funkigem Alternative Rock eine Bank für gelungene Konzerte. Wer das Video zu ihrem Song Witch Doctor nicht kennt, sollte das als kleinen Vorgeschmack unbedingt nachholen. Ja, die Jungs sind verrückt genug, das auch live zu machen!

Von Eden am 27.01. im Nochtspeicher

17,95 EUR

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©Von Eden

Deutsch-Pop-Fans aufgepasst. Um das Januarportfolio zu vervollständigen sind natürlich auch mal ein paar ruhige Klänge dabei. In diesem Fall von einer Berliner Band, die zum Beispiel mit Sicht den Titelsong zur Verfilmung des umstrittenen Werkes Feuchtgebiete beisteuerte. Anders als Roches kleine Ausuferung geht es musikalisch aber ganz gesittet zu: Die fünf Musiker um Sänger und Schauspieler Christoph Letkowski erzählen von Liebe und anderen großen Lebensfragen und lassen dabei seichte Gitarren und sogar eine Violine erklingen.

Wer die klaren Linien deutscher Popmusik schätzt und eventuell sogar einen Fable für Meeressymbolik hat, ist hier definitiv richtig. Und Von Eden wiederum sind damit in Hamburg gut aufgehoben.

The Dillinger Escape Plan am 29.01. in der Markthalle

23,00 EUR

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Es schwingt ein wenig Melancholie mit, wenn es um das Hamburg-Konzert von The Dillinger Escape Plan geht. Die Band aus New Jersey wird sich nach dem 2016er Album Dissociation und einer letzten internationalen Tournee in diesem Jahr auflösen. Daher gilt es noch einmal ihre musikalische Kreativität und die Live-Auftritte zu feiern, die zu Beginn der Bandkarriere teilweise sogar für Entsetzen sorgten. Gut, vielerorts würde man das Durcheinander, das beizeiten im Mathcore herrscht, vermutlich als Geschrammel bezeichnen. Doch dass das kein Totschlagargument ist, zeigen internationale Chartplatzierungen seit One of us is the Killer in 2013.

Wer sich der vollen Ladung Hardcore stellen möchte, hat Ende des Monats noch einmal die Chance. Zeit zum Trauern bleibt während der ausdauernden Show sicherlich keine.

Xandria am 29.01. im Bahnhof Pauli

20,50 EUR

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Parallel zum Abschiedskonzert von The Dillinger Escape Plan gibt es im Bahnhof Pauli ein paar sanftere Klänge auf die Ohren. Und zwar aus Bielefeld. Die Gothik Metal-Band aus NRW platziert sich bereits seit dem ersten Studioalbum 2003, Kill the Sun, in den deutschen ChartsVon Anfang an war ihre Arbeit dabei sehr von den großen Symphonic-Metal-Riesen wie Nighwish inspiriert. Durch den Einstieg von Holländerin Dianne van Giersbergen 2013 lässt sich dieses Konzept – eine klassische Frauenstimme über symphonischen, epischen Melodien – wunderbar fortführen.

Gemeinsam produzierte die Gruppierung in ihrer jetzigen Formation zwei Alben, von denen das neueste den Namen Fire & Ashes trägt. Wer Symphonic Metal liebt, ist hier gut aufgehoben. Die Band passt super ins Feld rund um Nightwish, Neopera & Co.

Powerwolf & Epica am 31.01. im Mehr! Theater, Support: Beyond The Black

36,25 EUR

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Doppel-Headliner-Shows sind eine tolle Sache für Konzertfans. Und was ist, wenn gleich zwei der eigenen Lieblingsbands dabei sind? In meinem Fall bedeutet das riesige Vorfreude seit der ersten Konzertankündigung!
Denn mit den sakralen Powerwölfen und der niederländischen Symphonic-Vorzeige-Formation Epica, die auch noch ihr sehr gelungenes Album The Holographic Principle im Gepäck hat, ist ein gelungener Abend vorprogrammiert.

Zum Einen wären da nämlich die partywütigen Saarländer, die aus jeder Show ihre mittlerweile weithin bekannte Metalmesse machen und das eigene Klischee so überzeugt feiern, dass jeder, der dem kirchlichen Touch und eingängigen Powermetal musikalisch nicht abgeneigt ist, seinen Spaß hat. Obendrauf gibt es Attilas klassisch ausgebildete Gesangstimme, dick aufgetragenen Corpsepaint und ein Kreuz am Mikrofon.

In Ergänzung dazu gibt es zum Anderen liveerprobte Holländer zu sehen, die – gesegnet mit einer nicht nur wunderschönen sondern auch sehr talentierten Frontfrau – noch eine Sopranstimme hinzugeben. Gewappnet mit ihrem frischen Konzeptalbum über die Wunder und Gefahren der technologisierten Welt bringen sie definitiv das richtige Rüstzeug mit, um (mal wieder) live zu überzeugen.

Konni Kass am 31.01. im Häkken

11,70 EUR

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©prime entertainment GmbH

Ganz sanft entführt uns Sängerin Konni mit ihrer Band in eine wohlklingende Welt des Dream Pop. Mal leicht folkig oder sogar elektronisch, vor allem aber bedächtig schallt es von den Faröer Inseln. Manch ein Musikrezensent spricht Sängern der zu Dänemark gehörenden Inselgruppe offenbar besonderes musikalisches Talent zu. Doch ob es nun am Herkunftsort liegt, oder nicht: Ja, Konzis helle Stimme wirkt.

Kurz vor dem Jahreswechsel brachte die Band ihr Debütalbum Haphe heraus, nun geht es bereits auf Deutschlandtour. Hamburgerprobt sind sie bereits: Letztes Jahr besuchten sie das Reeperbahnfestival, mit dem eine Nominierung für den dort vergebenen Anchor Award einherging.  Willkommen zurück.

The Pretty Reckless am 31.01. im Uebel & Gefährlich

36,25 EUR

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Klassischer Hardrock mit einer unüberhörbaren Grunge-Note und eine ambitionierte Frontfrau. Taylor Momsen wurde als Model und Schauspielerin berühmt, verließ diese Seite des Show-Zirkus jedoch, um sich ihrer wahren Passion zu widmen: Der Rockmusik. Seit dem Debütalbum Light Me Up tourt das Quartett mit großen Bands wie Guns N‘ Roses oder spielt auf Festivals. Mit dem neuesten Werk Who You Selling For erreichten sie als guten Start in die nächste Tour internationale Chartplatzierungen.

Die passionierte Band aus New York City wird auf ihrer Europatournee insgesamt vier Stops in Deutschland einlegen. Dabei ist auch ein Gig in der Hansestadt.

Elbriot 2016

Auf der Sonnenseite des Heavy Metal

Was für ein Festival-Wochenende. Während in Dinkelsbühl das Summerbreeze ausgeklungen ist, bot Hamburg Musikfans am dritten Augustwochenende gleich zwei Veranstaltungen, auf denen zu harten Klängen ausgelassen gefeiert werden konnte.
Das Elbriot auf dem Hamburger Großmarktgelände fand in diesem Jahr erstmal an zwei Tagen statt. Während insgesamt zwölf Bands auf der Open Air-Bühne ihr Können zeigten, tummelten sich die Besucher bei Sonnenschein auf dem übersichtlichen Gelände. Das Elbriot zeigt: Es braucht nicht immer von allem mehr und mehr, um ein gelungenes Konzert-Erlebnis auf die Beine zu stellen.

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©Marco Sensche

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Meine Festivalsaison 2016

Ein Heimspiel als Festivalsommer

Wenn der Sommer beginnt, steigt bei Festivalgängern die Vorfreude auf sorglose Wochenenden voll guter Musik. Und vor allem in diesem Jahr hatte ich große Pläne. Sie hätten gelingen können, wenn mich nicht zwischendurch unumgängliche Details des Studentenlebens ereilt hätte. Auf dem Hamburger Großmarkt komme ich dieses Wochenende trotzdem noch auf meine Kosten – vor allem aufgrund einer Band, die sich durch meine diesjährige Festivalliste zog.

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©Katharina Börries, 2014

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Powerwolf Wolfsnächte, 03.10.2015

Die Wölfe im Kirchengewand

Mit Powerwolf ist das so eine Sache: Entweder man liebt sie oder man bekommt einen Kulturschock, wenn die ersten sakralen Hymnen erklingen. Denn die Jungs aus Saarbrücken haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Werwolf-Klischee filmreif auf die Bühne zu bringen. Als Wolves of Armenia halten sie regelmäßig ihre Metal-Messen ab und verleiten mit ihren Songs einfach zum Mitgrölen – wenn man sich denn mit Orgel, lateinischen Phrasen und einer Bühne im Kirchenlook anfreunden kann.
Um einen ersten Eindruck aus der ausverkauften Großen Freiheit zu geben: Ja, hier hatten wir es mit einer Menge feuriger Fans zu tun.

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Quelle: metalhammer.de, Foto: Christin Kersten

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