Disneys Aladdin

Selbstironie im Farbenrausch

Musicals haben Eigenschaften, die die Geister der Menschen spalten. Jegliches Gefühl wird durch Gesang zum Ausdruck gebracht, alle sehen fabelhaft aus und können tanzen, die Kulissen und Kostüme sind an Farbe und Verzierung nicht zu übertreffen. Dass das nicht bei jedem ankommt, wissen auch die Macher. Bei Aladdin scheint es daher irgendwie das Ziel gewesen zu sein, neben einer orientalischen Liebesgeschichte genau das zu zeigen. Schade, dass man dabei inmitten des Farbenwusels teilweise über das Zeil hinausschoss. Nicht jeder Zuschauer ging mit dem wohligen Disney-Gefühl im Bauch nach Hause.

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Phantom der Oper II – Liebe stirbt nie

Imagewechsel im pompösen Stil

Das Phantom ist zurück! Nachdem es gerade erst die Neue Flora in Hamburg verlassen hat, wird nun das Stage Operettenhaus der Ort, an dem der Maskierte seiner Kunst frönen darf. Gestern Abend feierte das Stück offizielle Premiere. Doch wie darf man sich eine Fortsetzung von Andrew Lloyd Webbers Welterfolg eigentlich vorstellen? Natürlich voller Liebesverwirrungen, kitschig und – wer hätte es gedacht – teilweise sogar originell freakig!

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Das Wunder von Bern

Sieg auf allen Ebenen? Der Kampf ums Überzeugen

Die verschiedenen Kunstarten sehnen sich nach großen Geschichten. Es muss meist um Liebe gehen, tragisch sein, wenn auch nur subtil, vielleicht auch komisch, aber auf jeden Fall starke Emotionen vermitteln, die jeder spüren kann. Dieses Ziel verfolgt kaum eine Branche so sehr, wie das Musical. Was erwartet man also bei einer Deutschland- und Weltpremiere in dem ersten Theaterneubau seit 1999? Genau, eine geballte Ladung von allem! Doch im ersten Moment scheint das Premierenstück „Wunder von Bern“ zu viel vereinen zu wollen, um in allen Punkten zu glänzen. Die Probe aufs Exempel.

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Neues Hamburg-Musical

Aus, aus, das Spiel ist aus – Das Wunder von Bern wird das vierte Hamburger Stage-Muscial

Baustaub schwebt einem entgegen, als man auf steinernen Treppen den aufgereihten Klappstühlen entgegenschreitet. „Wir befinden uns noch im Rohbau“, erklärt Pressesprecher Stephan Jäckel lachend den provisorischen Zuschauersaal. Doch bereits im November soll es genau hier zur Premiere des neuen Stückes kommen. Bis zu 1850 Gäste werden auf den gewohnt stageroten Sitzen Platz nehmen, um eine Weltpremiere zu genießen. „Das Wunder von Bern“, das schon als Film die Massen begeisterte, wird das Theater an der Elbe einweihen. Der Titel galt schon im Vornherein als Favorit. Wie es umzusetzen ist, konnten sich bisher allerdings die wenigsten vorstellen.

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Phantom der Oper

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Rückkehr ohne Hindernisse: Das Phantom der Oper und sein gelungener Auftakt

Zum ersten, zum zweiten, verkauft! Hamburgs Neue Flora hat den Zuschlag bekommen: Das Phantom der Oper ist wieder da. Wie die berühmte Affenspieluhr im Prolog kehrt auch in diesem Fall ein Artefakt in die Hände von alten Bekannten zurück. Das Theater, das in den Jahren 1988-1990 eigens für Andrew Lloyd Webbers gefeiertes Stück gebaut wurde, bietet dem Musical im Operngewand erneut ein Zuhause. Klassisch wie damals will es die Zuschauer in seinen Bann ziehen und schafft dies am Abend der letzten Vorpremiere, dem 27. November, trotz kleinerer Mängel mit erwarteter Souveränität.

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