Hamburg-Konzerte im Februar 2017

Die Konzert-Top-10 im Februar

Der kürzeste Monat des Jahres bricht an. Doch das bedeutet keinesfalls ein Stocken im Konzertmarathon! Bereits in der ersten Monatshälfte spielen sich einige Highlights ab, mit denen man sich unbesehen einen noch leeren Abend versüßen kann.

Kreator & Sepultura, Soilwork & Aborted am 04.02. im Mehr! Theater

43,95 EUR

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Was für ein Line-Up. Um ihr brandneues Album God of Violence zu feiern, gehen die deutschen Vorzeige-Thrasher Kreator nicht nur mit einer neuen Bühnenshow, sondern direkt mit drei namhaften Zusatzacts auf Tour. Die Band um Sänger und Frontmann Miland Petrozza gehörte zu den ersten deutschen Formationen des Genres und machte sich durch ihre Experimentierfreude einen Namen, die sich auf nunmehr 14 Studioalben niederschlägt.
Begleitet werden sie von
Sepultura, die bereits seit über 30 Jahren mit vielschichtigem Extreme Metal auftrumpfen und die erfolgreichste brasilianische Band des Genres sind,
Soilwork, einer der Vorreiterbands des skandinavischen Melodic Death Metal,
und Aborted, einer belgischen Deathcore-Band, die seit 2014 sogar in den Charts zu finden ist.
Und das an einem Samstagabend. Gepflegte Wochenendunterhaltung!

Graf Bothmer: Nosferatu am 10.02. in der Leiszhalle

36,60 EUR

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Stummfilme mögen nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist entsprechen. Wer allerdings schon einmal eine live orchestrierte Version erlebt hat, kennt den besonderen Zauber eines solchen Kinoerlebnisses. Carsten Stephan Graf von Bothmer verleiht Stummfilmen durch sein Klavierspiel ein neues Klanggewand. Als Gründer der StummfilmKonzerte vertonte er bereits über 600 Klassiker wie den deutschen Historienfilm Madame Dubarry oder Murnaus Gruselwerk Nosferatu, das er auch bei einem seiner Hamburg Konzerte aufführen wird. Ein besonderes Konzerterlebnis mit Liebe zum Detail, das sowohl Musik- als auch Kinofans begeistern kann.

Emiliana Torrini & The Colorist am 12.02. in der Fabrik

29,45 EUR

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Jungle Drum machte Emiliana Torrini 2009 so richtig bekannt. Doch wer denkt, dass die quirlige Seite die einzige ist, die die Isländerin zu bieten hat, irrt. Schon ihr Mitwirken am Herr der Ringe-Soundtrack, zu dem sie 2002 den schwermütigen Gollum’s Song beisteuerte, zeigt ein zweites Gesicht, das sie auf ihren mittlerweile neun Alben ebenso passioniert auslebt. Ihre letzte Platte – ein Live-Album – erschien bereits in Zusammenarbeit mit der Musikgruppe The Colorist, mit der sie auch die aktuelle Tour bestreitet. Einige Songs wurden eigens für diese umarrangiert. Seid gespannt!

Avengend Sevenfold, Special Guest: Disturbed & Chevelle am 13.02. in der Sporthalle

57,25 EUR

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Vier High School-Typen gründen eine Band. Was in vielen Fällen nicht unbedingt erfolgreich verläuft, führte bei diesen Kaliforniern zu einer andauernden Karriere: 1999 gegründet erschienen sie bereits mit ihrem zweiten Album Waking the Fallen 2003 auf den Radaren der Metal-Szene. Fünf weitere Platten später sind sie weltweit bekannt ihr 2013er Album Hail to the King erreichte sogar Platz 1 in den amerikanischen und britischen Charts. Avenged Sevenfold stehen für klassischen Heavy Metal und schaffen es immer wieder aufs Neue, ihren Alben einen neuen und damit frischen Klang zu verleihen. Obendrauf sagt man ihnen gelungene Live-Shows nach. Gute Vorzeichen für die Tour mit ihrem aktuellen Werk The Stage aus dem Jahr 2016.

Dream Theater am 14.02. im Mehr! Theater

63,75 EUR

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Als sie 1992 ihr Album Images and Words herausbrachten, war noch nicht abzusehen, wie weit die musikalische Karriere sie noch führen würde. Doch 25 Jahre später stehen die New Yorker noch immer auf der Bühne – und zählen ganz nebenbei zu den Größen des Progressive Metal. Ihr bereits genanntes und goldprämiertes Vorzeigewerk verkaufte sich mehr als 600.000 Mal. Es wäre vermutlich zu klischeehaft, zu sagen, der Name sei Programm. Tatsächlich hatten Dream Theater aber von Beginn an ein Händchen für Melodien, die in einigen Fällen  auch wahrlich episch anmuten. Bei diesem Konzert ist keine bombastische Bühnenshow zu erwarten – dafür ist die Band zu sehr aufs Wesentliche reduziert. Zur Feier von 25 Jahren Images and Words, das sie in voller Länge spielen werden, gibt es aber zumindest genug Anlass reinzuhauen.

Bonobo am 15.02. im Docks

*Ausverkauft*

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Chillige Elektro-Sounds, durchzogen von Live-Instrumenten und immer öfter auch von SängerInnen unterstützt. Simon Green alias Bonobo hat seinen Stil in den letzten Jahren immer weiterentwickelt. Von Beginn an wurde dem Briten eine große Zukunft in der Musikwelt vorausgesagt: Auf der Bildfläche erschien er mit zwei Songs, die von Amon Tobin (Scuba, 1999) und Mr. Scruff (Terrapin, 2000) geremixed wurden. Mittlerweile ist er sogar in den Charts zu finden und tritt auf Festivals wie dem Coachella auf. Obwohl Green auch DJ ist, legt er auf seinen Studioalben mehr Wert auf seine Komponisten-Ader. Seine Songs sind ruhig und atmosphärisch. Elektro geht auch ruhig.

Apocalyptica am 16.02. im Mehr! Theater

ab 43,50 EUR

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Fünf Männer, drei Violoncellos, ein Schlagzeug, eine Gesangstimme. Das klingt im ersten Moment nicht unbedingt nach Metal, aber diese Finnen gehören trotzdem ins Genre. Denn bereits seit den 90ern interpretieren sie bekannte Metalsongs neu – eben mit Streichern statt Gitarre und Bass. Für ihre Cover arbeiteten sie bereits mit Lacuna Coils Cristina Scabbia oder Rockröhre Nina Hagen zusammen. Mittlerweile gehören natürlich auch einige Eigenkompositionen zum Repertoire. Allerdings solltet ihr nicht glauben, dass drei Violoncellos automatisch für einen besinnlichen Abend sorgen. Ihr habt es hier immer noch mit waschechten Rockern zu tun. Und die hauen vor allem live richtig in die Saiten.

Letterbox Salvation am 16.02. in der Pooca Bar

8,05 EUR

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Wie wäre es mit etwas Neuem? Wer im Februar nach einem kleinen Geheimtipp Ausschau hält, könnte hier richtig sein. Sänger und Gitarrist Daniel und Schlagzeuger Alex stammen aus Oldenburg und machen ruhigen Folk Rock, der seit Dezember 2014 auch auf ihrem Debütalbum White Horse Wave zu hören ist. Die Songs klingen ehrlich und reduziert, vor allem aber handgemacht und nach einem wahren Herzensprojekt. Ja, auch der Besuch bei kleinen Bands lohnt sich. Ab ins gemütliche Clubkonzert.

Devin Townsend Project am 21.02. im Gruenspan

17,20 EUR

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Wenn die Kreativität eines musikalischen Masterminds scheinbar keine Grenzen kennt, ist es immer spannend, von neuen Alben oder Konzerten zu hören. Devin Townsend ist wohl eins der besten Beispiele dafür. Der Kanadier erblüht vollkommen in seinem kreativen Schaffen und könnte zum Beispiel so gut wie alle Instrumente für seine Alben selbst einspielen, wenn er wollte. 2008 begann für ihn eine neue Phase seiner Musikalität, der er wie schon so oft einen neuen Namen gab: Devin Townsend Project. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern zieht er seither durch die Lande, um diverse Spielarten des Heavy Metal zu präsentieren, die sich auf etwa 30 Alben tummeln. Wer ihn live kennt, schätzt seine Passion auf der Bühne. Für alle anderen wird es höchste Zeit, einen Konzertbesuch nachzuholen.

Rival Sons am 26.02. im Docks

36,85 EUR

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Es ist ein kleines Kunststück, Größen wie AC/DC und Alice Cooper zu supporten, wenn man gerade sein erstes Album herausgebracht hat. Aber offenbar standen die Sterne gut für Rival Sons. Die kalifornische Band setzte mit Before the Fire direkt ein erstes Zeichen – cooler Blues Rock in Verbindung mit tollem Songwriting und Jay Buchanans verzerrter Stimme. Nachdem sie 2015 mit Deep Purple in Europa tourten und Black Sabbath auf ihrer Abschiedstournee unterstützten, ist es jetzt wieder Zeit für eigene Headline-Shows. Schon auf den Aufnahmen ist zu erahnen, wie viel Spaß das machen kann. Daher kann ein Live-Besuch sicher nicht schaden.

Honorable Mention:

Tape Face am 04.02. im Gruenspan

17,95 EUR

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Dieser Mann wird nicht für euch singen – mit dem Tapestreifen auf seinem Mund würde das zugegeben einige Komplikationen hervorrufen. Doch dafür ist er ein Meister ohne Worte. Seit Tape Face bei America’s Got Talent auftrat und mit seiner akzentuierten Mimik für eine Menge Spaß sorgte, ist er nicht nur ein Internet-Hit, sondern kann auch um die Welt reisen, um seine Kunst zu verbreiten. Eine klare Comedy-Empfehlung – und die gibt es von mir wahrlich selten.

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