Die Witcher-Tagebücher: Tag 9

Die Schiffsladung verzögert sich

Habt ihr gedacht, nun geht es tatsächlich schnell mit der Reise nach Skellige? Ich eigentlich schon. Aber hat dann doch nicht geklappt…

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Quelle: cinemablend.com

Es gab da diesen Typen in der Taverne, der wollte mich mitnehmen. Ein Kapitän. 1000 Kronen sollte die Überfahrt kosten. In meiner Leichtgläubigkeit dachte ich, dass es eine Bedeutung hätte, dass im Quest „Reiseziel: Skellige“ drei Markierungen am Hafen zu finden sind. Ich fand auch die anderen Seefahrer, einer sprach allerdings gar nicht mit mir und eine Dame lehnte es ab, mich an mein Ziel zu bringen. Also bleib nur der Wucherer…

Die 1000 Kronen hatte ich parat, es tat mir nur sehr weh, sie diesem Trunkenbold zu geben. Aufbrechen wollte ich aber noch nicht. Ich hatte Triss‚ Quest „Träumen in Novigrad“ vergessen. Um Ciri zu finden, hatte die Magierin mir geraten, eine Dame namens Corinne Tilly zu treffen, eine Seherin. Sie sollte aus meinen Träumen deuten, wo ich neue Hinweise erhalten könnte. Doch bevor das möglich war, musste ich sie erstmal wecken. Ein Bankier hatte sie in sein neu erworbenes Gut gerufen, da es darin offenbar spukte. Corinne sollte die Geschichte des Gebäudes träumen. Doch ein kleiner Göttling verhinderte das. Sarah, so der Name des Wesens, hatte sich schon vor dem Verkauf im Haus eingenistet und wollte nicht ausziehen, nur, weil es jetzt einen Besitzer gab. Die kleine Trickserin hatte sehr viel Herzblut in den Schwindel gesteckt; also handelte ich aus, dass sie Corinne aufwachen ließ und ich dem Bankier im Gegenzug sagte, dass das Gebäude bedauerlicherweise nicht bewohnbar sei.
Für meine eigene Traumsession traf ich Corinne im Gasthaus ‚Goldener Stör‘. Durch die vielen Antwortoptionen war es hier möglich, eine Menge Zusatzoptionen zu ergattern, die sich allesamt um die gemeinsamen Erfahrungen von Geralt und Ciri drehten. Wie familiär er mit Yen und dem Mädchen zusammengelebt hatte, war mir – wohl weil ich die Bücher nicht kenne – gar nicht bewusst. Es gab allerdings auch einige Verwirrungen, als er davon sprach, dass Ciri zur Waisen geworden war, obwohl Kaiser Emhyr var Emrei in Wyzima doch von ihr als seiner Tochter sprach. So richtig kam ich da noch nicht mit.
Am Ende der Séance standen mir zwei Möglichkeiten offen. Zu wem konnte Ciri gegangen sein? Zu Triss und Yennefer? Ich glaubte eher an ein Treffen mit Rittersporn, da die Zeiten denkbar schlecht waren, um als Mädchen mit Älteren-Blut Kontakt zu Logen-Zauberinnen aufzunehmen. In meiner Vision sah ich eine Schwalbe, Ciris Zeichen, die um den Barden herumflog. Nach einer Explosion war es vorbei. War da etwas Wahres dran? Corinne konnte mir tatsächlich bestätigen, dass Rittersporn sich in Novigrad aufhielt. Er hatte ein Bordell übernommen und dorthin führte mich auch der nächste Weg.

Noch immer wurmte mich der Gedanke an 1000 Kronen Fahrtgeld. Wie kompensiert man einen solchen Verlust? Indem man auch noch andere Dinge kauft. Mit den Taschen voller Stäube, die ich gegen Erscheinungen eingesackt hatte, sorgte ich erst einmal wieder für einen vollen Geldbeutel, diese Gegenstände sind unglaublich lukrativ! Dann fand ich einen Buchhändler. Um noch ein paar Zusatzinfos mitzunehmen, kaufte ich daher direkt alle Bücher, die ich noch nicht gelesen hatte und verbrachte einige Zeit damit, munter alle Texte zu lesen, die mir in meinem Inventar unterkamen. Rittersporns Zeit war anschließend gekommen. Doch wie sollte es anders sein – er war nicht da. Stattdessen traf ich Zoltan und schmiss mit ihm ein paar Landstreicher raus, bevor er mir erklärte, was dort überhaupt vor sich ging. Der Barde führte sein kleines Geschäft auf seine typische Weise mit Weib, Wein und Gesang, doch wo er abgeblieben war, wollte der Zwerg auch gern wissen. Eine Liste mit Verabredungen zeigte, dass er vor allem zu Frauen Kontakt hatte. Die Anzahl der Damen wurde geteilt und mir die Ehre zuteil, fünf von ihnen im Quest „Die Mätressenliste“ zu beehren. Bei einigen ging es recht schnell. Elihal war keine Frau, sondern ein Schneider, der gern Frauenkleider trug. Marabella, eine Lehrerin, unterrichtete gerade einige Kinder, als Geralt dazustieß. Bürgerin Vespula hatte ein paar Schulden gemacht, doch ich konnte sie mit dem Axii-Zeichen retten. Keine der drei Personen hatte Informationen über Rittersporn. Bei den anderen beiden geschah aber immerhin noch etwas um das Frage-Antwort-Spiel. Kammerzofe Molly hielt sich während ich suchte so nicht bei ihrer Herrin Gräfin La Valette auf, sondern bei einem Pferderennen, bei dem ich direkt gegen einen Bekannten aus Wyzima, General Voorhis, antreten durfte, um einen neuen Sattel zu gewinnen, der Plötze ganze 50 Ausdauerpunkte verleiht. Mehr als dass das Mädchen ziemlich naiv war – Stichwort: Briefmarkensammlung – erfuhr ich anschließend aber auch nicht. Am ergiebigsten war also die Begegnung mit Rosa var Attre. Es hatte sich gelohnt, direkt vor der Suche nach den Frauen mit Zoltan zu sprechen, denn er verriet, dass die junge Dame einen neuen Schwertkampflehrer suchte und mit einer kleinen Lüge gelangte ich so ins bewachte Haus. Tatsächlich wollte Rosa dort mit Holzschwertern kämpfen, verlor aber nach wenigen Hieben. Auch sie wusste nicht, wo Rittersporn sich aufhielt, ein Gespräch mit ihr und der zusätzlich auftauchenden Zwillingsschwester Edna offenbarte aber ein undurchsichtiges Verwirrspiel, in dem es um absichtlich falsch unterschriebene Liebesbriefe und verschieden gedeutete Gesten ging. Für den Quest „Fechtunterricht“ sollte Geralt am nächsten Tag wieder in die Villa kommen. Die Blicke der jungen Frauen bedeuteten aber sicher nichts Gutes.

Es stellte sich als richtig heraus, dass Rosa es faustdick hinter den Ohren hatte. Sie wollte sich draußen treffen, um romantisch auf einer Brücke mit echten Waffen zu kämpfen. Auch hier verlor sie, nur um dann nach einem Ablenkungsmanöver wegzulaufen. Wiederzufinden war sie kurze Zeit später im Angesicht zweier Männer, die sie trotz diplomatischer Immunität nicht unbedingt freundlich behandelten. Auch hier wirkte das Axii-Zeichen Wunder. Die junge Frau vergriff sich anschließend ganz schön im Ton. Sollte der Kaiser die Stadt einnehmen, würde sie die beiden Männer, die ihr im Endeffekt nichts getan hatten, bestrafen. Ich wies sie zurecht. Der Abschied ereignete sich abrupt.

Bei einer Besprechung tauschten Zoltan und ich Infos aus. In meinen Gesprächen klang öfter an, dass Rittersporn eine blonde Bardin als seine Schwester ausgegeben hatte. Wir wussten natürlich, dass das nicht stimmte. Und der Zwerg wusste auch, um wen es sich wirklich handelte. Doch bevor wir dieses Geheimnis lüfteten, wurde es nun tatsächlich Zeit für Skellige!
Ich suchte noch schnell ein paar Faustkämpfer und Kartenspieler, bevor ich zu dem nun gut betuchten Kapitän an Bord kletterte. Schade, dass schon hier klar war, dass nicht alles glatt laufen würde.
Das Schiff wurde angegriffen. Piraten kamen. Wir kämpften. Als nächstes erwachte Geralt an der Küste und ein Mann mit einem Wolf als Geleit wollte ihn ausrauben. Nein, nicht mit uns! Der Möchtegern-Dieb verriet, dass eine unausstehliche Magierin sich in Kaer Trolde aufhielt. Ah, Yennefer. Dahin musste ich.

Mittlerweile kennt ihr es ja schon: Ich ging natürlich erstmal in die entgegengesetzte Richtung, um dort im Dorf Fayrlund zu landen, wo mich zwei Quests erwarteten – mit schweren Entscheidungen.
Nr. 1 „Der Nidstang“ war relativ schnell gelöst. Am Schwarzen Brett des Dorfs suchte Lothar nach jemandem, der einen Fluch von seinem Sohn nehmen konnte. Der Junge hatte Fieber und würde bald sterben, denn ein Nidstang, ein schwarzmagischer Fluchgegenstand, führte langsam zu seinem Tod. Um den Fluch zu brechen gab es zwei Möglichkeiten: Der Verfluchende musste die bösen Wünsche freiwillig zurücknehmen oder man musste seinen Namen in das Gebilde ritzen. Die Hexersinne führten mich schnell in die Mitte des Dorfes, wo eine Frau mir verriet, wem der Schal gehörte, den ich in der Nähe von Lothars Haus gefunden hatte: Jonna, der Kräuterfrau. Gut, dass ich bei meiner Ankunft schon alles, was mich interessierte, bei ihr gekauft hatte. Denn sie war eine alte Liebe Lothars und dachte nicht daran, den Fluch zurückzunehmen. Der Sohn sollte sterben oder ihr Verflossener sollte zu ihr zurückkehren. Keine Option für einen liebenden Vater. Ich überbrachte Lothar die Nachricht, der natürlich mit Wut reagierte. Er bat mich, sein Kind zu retten. Und ich tat es. Arme Jonna. Sie hatte ihre Chance vertan.

Was hier so leicht entschieden klingt, kostete mich schon Überwindung. Ich hatte gehofft, mal wieder alle retten zu können. Aber daraus wurde nichts. In „Das Herz des Waldes“ war vorprogrammiert, dass es ebenso sein würde. Menschen starben im Wald, zur Aufklärung fanden sich heißblütige junge Krieger und weise Ältere zusammen. Ich erfuhr, dass es sich dabei um die Rache des Waldgottes handelte. Für Geralt sah es aber eher aus wie ein starkes Monster, das er zu diesem Zeitpunkt noch nicht identifizieren konnte. Der Dorfälteste Harald glaubte fest daran, dass man die Sache mit einem Ritual regeln konnte, während Sven, ein junger Mann, kämpfen wollte. Zwei Wege. Nachforschungen zeigten, dass es sich bei dem Etwas um einen alten Waldschrat handeln würde. Zu allem Überfluss griffen auf der Lichtung, auf der er seine deutlichsten Zeichen hinterlassen hatte, auch noch weiße Level-15-Wölfe an. Zuerst sprach ich mit beiden. Sympathischer war mir eindeutig der alte Mann, denn er suchte die beste Lösung für sein Dorf. Einen Waldschrat anzubeten war zweifelsohne nicht sonderlich klug, letztendlich wollte er aber nur Frieden schaffen. Sven hingegen war auf Konfrontation aus. Nun hatte ich die Möglichkeit: Wolfsherzen finden und opfern oder das Monster töten und dabei eventuell mehr Erfahrungspunkte und Gegenstände sammeln (irgendwas musste der Waldschrat ja bei sich tragen)? War ich mit meiner Stufe 15 überhaupt stark genug für den Kampf? Ach, was soll’s? Die nächste Runde des Nachdenkens wird in Kaer Trolde abgehalten!

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