Die Witcher-Tagebücher: Tag 6

Der Sumpf, der Waideler und eine Shopping-Tour

Schade, wie die letzte Entscheidung ausgegangen war. Aber man muss zu seinen Wahlen stehen. Und deswegen ging es schnurstracks in den Sumpf, um den Blutigen Baron auf der Suche nach seiner Frau zu unterstützen.

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Quelle: CD Project

Auf einen Schlag fanden wir die Lieben des selbsternannten Oberschichtlers. Dass die verwirrte „Oma“ und Anna Strenger eine Person waren, ließ sich durch die Male an ihren Händen schnell schlussfolgern, als wir die entsprechenden Informationen hatten. Tamaras Besuch im Sumpf bestätigte das. Sie hatte sich anscheinend dem Tempel der Ewigen Flamme angeschlossen – und Hexenjäger mitgebracht. Doch bevor es zu großen Diskussionen kommen konnte, schickten die Muhmen einen Unhold, den wir alle zusammen bekämpften. Zu meinem Glück hatte sich das Hirschlein auf die anderen Soldaten eingeschossen. Ich hatte also keine großen Schwierigkeiten, ihn zu erledigen. Dass wir nach dem Kampf besser das Weite suchen sollten, um nicht auch noch den Buckelsumpf-Hexen zu begegnen, erklärte sich von selbst. Allerdings wollten sowohl Tamara als auch der Baron Anna mit sich nehmen. Ich setze mich trotz der vergangenen Abscheulichkeiten für den Baron ein, da ich Annas Schicksal in seinen Händen als sicherer einschätzte. Mit seinem Einsatz für Dea hatte er außerdem bewiesen, wie viel er ab jetzt zu geben bereit war. Und zum Glück willigte Tamara ein.

Das war es also mit dem Baron. Wer weiß, ob mir seine Funktion als Vorsitzender irgendeiner Gwint-Gemeinde, wie ich am Anschlagbrett lesen durfte, noch irgendwie nützlich sein kann. Besiegt hatte ich ihn natürlich schon bei unserer ersten Begegnung.
Als nächstes wandte ich mich dem Waideler zu. Er hatte mir mit Anna geholfen und wollte nun ein Ahnenfest abhalten, bei dem er einen Beschützer brauchte, um Geister fernzuhalten. Dank der Magischen Falle und angemessenem Level waren Erscheinungen längst keine Gefahr mehr. Also machte ich mit. Zwischendurch kreuzten wieder Hexenjäger auf, die aber nicht lang störten. Dann offenbarte sich der Vater des Waidelers als eine der Erscheinungen. Er bezeichnete den ulkigen Herren als Vatermörder und dieser hatte offenbar große Angst vor dem Wiederkehrenden. Ja, er war schuldig. Doch seine Gründe waren nachvollziehbar. Um dem Spuk ein Ende zu setzen, suchte ich die Leiche im Sumpf und verbrannte sie. Anschließend konnte das Ritual enden.

Vorsichtshalber sah ich noch einmal beim Baron vorbei, der aber auf der Suche nach einem Heiler mit Anna verreist war. Sein Hauptmann hatte nun das Wort. Regeln gab es daher noch weniger, als zuvor. Ich war sicher, dass mir das noch Probleme machen würde.

Im wahrsten Sinne bezahlt machte sich an diesem Tag, dass ich von Beginn an einfach alles einsammelte, was ich einsammeln kann. Ich hatte früh angefangen, wichtige oder wertvolle Dinge im Lager zu parken und baute nun langsam ab, egal ob Rüstung, Waffe oder Schmuckstück. Die Verkäufe brachten mir so viel ein, dass ich eine wahre Shopping-Tour starten konnte. Anfertigung hier, Zutaten da. In meinem Besitz befanden sich nun diverse Tränke und Bomben, die sich bei jeder Meditation so wunderbar wieder aufladen, wenn man starken Alkohol dabei hat. Was ich außerdem immer schnappe, wenn ich Händler mit besonderen Waren treffe, sind Bücher mit Zusatzinformationen, ‚Schatzkarten‘ und – klar – Gwintzusätze. Ich mag es total gern, die Auszüge zu lesen oder auch nach einiger Zeit im Bestiarium oder den Charakterbeschreibungen zu stöbern. Die Romanvorlagen von Andrzej Sapkowksi sind längst überfällig! Durch die ganzen Details wird das Spiel einfach noch anschaulicher.
Die ‚Schatzkarten‘ hingegen machten mir mittlerweile einige Sorgen. Wie gern würde ich all die Ausrüstungsgegenstände suchen, Katzen-, Greifen- und Vipernschule klingt auf jeden Fall recht effektiv. Doch wie, wenn ich erst einmal sechs Einzelteile oder so finden muss, um den ersten Questteil zu beenden?

Außerdem habe ich auch gemerkt, dass ich zwei Questaufgaben nicht gelöst habe. Diese sind in der Übersicht rot hinterlegt. Sehr übel, denn bei einer ging es um die Rettung eines Stallburschen bei dem Brand in der Burg, bevor der Baron mir seine Fehler offenbarte. Hier lässt sich wohl schwer noch etwas machen. Bei der anderen Mission sollte ich mit einem Soldaten sprechen. Dass auch hier die rote Farbe zum Einsatz kommt, lässt mich fragen: Habe ich ihn aus Versehen umgebracht? Wenn ja, tut es mir leid. Ich sollte der Sache beizeiten auf die Spur gehen.

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