Hansel & Gretel: Witchhunters

Die Zeit der Märchenverfilmungen scheint angebrochen zu sein, denn nach mehreren Schneewittchen-Versionen hält nun auch „Hansel&Gretel: Witchhunters“ Einzug in deutschen Kinos.

Von einem Kindermärchen ist der unter Tommy Wirkolas gedrehte Film deutlich abzugrenzen.
Hansel und Gretel sind nach der Flucht aus dem Süßigkeitenhaus erwachsen geworden und zu bekannten Hexenjägern aufgestiegen. Als in einem Dorf bereits sechs Kinder verschwunden sind, werden sie zu Hilfe gerufen und müssen erfahren, dass es deutliche Schwierigkeiten macht, einen ganzen Hexen-Sabbath zu zerschlagen.
Viel Kampf und Blut ist wohl eine Beschreibung der verwendeten Stilmittel. Die Hexen, entstellt und flink wie Raubtiere, werden auf viele erdenkliche Weisen in die Hölle geschickt. Was dabei nicht fehlt, ist der trockene Humor der beiden Hauptpersonen.
Hansel und Gretel sind wahrlich gezeichnet durch ihre Kindheit. Gretel hat Albträume und muss sich als Frau immer wieder Respekt verschaffen, Hansel hat ein Problem mit seinen Gefühlen und leidet unter einer mysteriösen Krankheit, ausgelöst durch den vielen Zucker, mit dem ihn die Hexe damals versorgt hat.
Wer jetzt denkt, der Film wäre durch und durch albern, irrt jedoch. Auch, wenn sich alles danach anhört: Die Umsetzung der Effekte, sei es ein fliegender Besen oder die Vernichtung einer Hexe, ist wirklich gut und auch die flapsigen Kommentare passen wunderbar in die verschiedenen Situationen.
Niemand kann erwarten, bei dem Konzept eine durch und durch tiefgründige Story vorzufinden, obwohl es auch an Vergangenheitsbewältigung nicht fehlt.
Fest steht: Wenn Hansel und Gretel Jahre nach ihrem Entkommen vor dem ergrauten Süßigkeitenhäuschen stehen und selbst aussprechen, wie krank dies eigentlich ist, huscht jedem Zuschauer ein Schmunzeln übers Gesicht.

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